Sonnencreme: Worauf müssen wir wirklich achten?
Guter Sonnenschutz muss nicht teuer sein – aber er muss richtig ausgewählt und richtig angewendet werden
Sonnencreme gehört zu den wirksamsten Anti-Aging-Produkten überhaupt. Sie schützt nicht nur vor Sonnenbrand, sondern auch vor vorzeitiger Hautalterung, Pigmentflecken und UV-bedingten Hautschäden. Vor allem reduziert konsequenter Sonnenschutz das Risiko, dass sich durch wiederholte UV-Belastung langfristig Hautkrebs entwickelt.
Und die gute Nachricht: Eine wirksame Sonnencreme muss weder aus der Apotheke kommen noch besonders teuer sein. Auch in Drogeriemärkten wie dm gibt es sehr gute Produkte. Entscheidend sind nicht Markenname, luxuriöse Verpackung oder exotische Zusatzstoffe, sondern ein ausreichend hoher, ausgewogener und stabiler Schutz vor UVA- und UVB-Strahlung – und die Frage, ob wir das Produkt tatsächlich großzügig genug auftragen.
LSF 30 oder 50?
Für den Alltag ist mindestens LSF 30 sinnvoll. Für das Gesicht, bei heller Haut, Pigmentflecken, längeren Aufenthalten im Freien, am Wasser oder in den Bergen ist LSF 50 oder 50+ die bessere Wahl. Der Lichtschutzfaktor schützt vor allem vor UVB-Strahlen, die Sonnenbrand verursachen. UVA-Strahlen dringen tiefer in die Haut ein und fördern Falten, Pigmentflecken und langfristige Hautschäden. Achte deshalb zusätzlich auf das UVA-Zeichen im Kreis auf der Verpackung.
Welche UV-Filter sind gut?
Moderne Sonnencremes kombinieren meist mehrere UV-Filter. Gute und photostabile Filter sind beispielsweise:
Uvinul A Plus
Uvinul T 150
Tinosorb S
Tinosorb M
Mexoryl SX oder XL
Auch mineralische Filter wie Zinkoxid und Titandioxid können gut schützen. Sie sind jedoch nicht automatisch besser und können stärker weißeln.
Wichtiger als ein einzelner Inhaltsstoff ist immer die geprüfte Gesamtformulierung.
Was ist bei sensibler Haut sinnvoll?
Empfindliche Haut profitiert häufig von:
parfumfreien Produkten
möglichst wenigen Duftstoffen
Panthenol, Glycerin, Ceramiden oder Niacinamid
einer reizarmen, nicht zu fettigen Textur
Alkohol ist nicht grundsätzlich problematisch, kann bei trockener oder gereizter Haut aber brennen.
Pigmentflecken und Melasma
Bei Pigmentflecken können getönte Sonnencremes mit Eisenoxiden sinnvoll sein. Sie schützen zusätzlich besser vor sichtbarem Licht, das Pigmentierungen verstärken kann.
Die richtige Menge
Der beste Sonnenschutz wirkt nur, wenn genug aufgetragen wird.
Für Gesicht und Hals gelten ungefähr zwei Fingerlängen Sonnencreme als Orientierung. Für den ganzen Körper benötigt ein Erwachsener etwa 30 Milliliter.
Nachcremen sollte man:
nach dem Schwimmen
nach starkem Schwitzen
nach dem Abtrocknen
bei längerem Aufenthalt draußen etwa alle zwei Stunden
Reicht Make-up mit LSF?
Meist nicht. Make-up wird normalerweise zu dünn aufgetragen, um den angegebenen Lichtschutzfaktor zu erreichen.
Besser: zuerst Sonnencreme, danach Make-up.
Einkaufscheck
Eine gute Sonnencreme sollte haben:
LSF 30 bis 50+
UVA-Zeichen im Kreis
bei Bedarf wasserfest
bei empfindlicher Haut möglichst parfumfrei
eine Textur, die man gerne großzügig aufträgt
Fazit
Eine gute Sonnencreme muss nicht teuer sein. Auch günstige Produkte aus der Drogerie können die Haut sehr zuverlässig schützen.
Am wichtigsten sind ein hoher UVA- und UVB-Schutz, ausreichend Produkt und eine tägliche Anwendung. Denn die beste Sonnencreme ist immer die, die wir wirklich benutzen.